Hausmittel · Erkältung, Nase & Fieber
Kein Hausmittel hier ersetzt eine Behandlung, und keines wird schlechtgeredet. Was seit Generationen guttut, tut gut — auch wenn niemand es je gemessen hat. Wo etwas gut untersucht ist, steht es da. Wo es nur Erfahrung ist, steht auch das.
Eine Zehe zerdrücken oder fein hacken und zehn Minuten liegen lassen, bevor sie in den Salat, aufs Brot oder ins fertige Gericht kommt. Roh oder erst zum Schluss dazugeben — nicht mitkochen. Ein bis zwei Zehen am Tag sind die Menge, die in den Untersuchungen vorkommt.
Der Stoff heisst Allicin, und er ist in der ganzen Zehe nicht vorhanden. Sie enthält Alliin und, getrennt davon, ein Enzym. Erst wenn die Zelle bricht, kommen beide zusammen und bilden Allicin — das dauert etwa zehn Minuten und ist der Grund für den Geruch. Allicin wirkt im Reagenzglas gegen Bakterien und Pilze. Hitze zerstört das Enzym: Wer die ganze Zehe mitkocht, hat den Geschmack und wenig sonst. Die zehn Minuten nach dem Zerdrücken sind der ganze Trick.
Ob regelmässiger Knoblauch Erkältungen verhindert, hängt an einer einzigen kleinen Studie — das ist zu wenig für eine Aussage. Was im Reagenzglas gegen Keime wirkt, tut das nicht automatisch im Körper: Allicin zerfällt rasch und erreicht Blut und Gewebe kaum in dieser Form. Knoblauch verdünnt zudem das Blut leicht; wer blutverdünnende Mittel nimmt oder vor einer Operation steht, spricht die Menge ab. In grösseren Mengen roh reizt er den Magen.
Nicht auf die Haut kleben und nicht in Ohr oder Nase — dazu steht oben, warum. Bei anhaltendem Fieber, Atemnot oder Schmerzen beim Atmen gehört ein Infekt angesehen und nicht gewürzt.
Ärztlich abklären: Fieber über drei Tage ohne Besserung oder erneut ansteigend, Atemnot, Schmerzen beim Atmen, Verwirrtheit. Bei Säuglingen unter drei Monaten gilt jedes Fieber als Grund. Nasenbluten, das nach zwanzig Minuten richtigem Druck nicht steht, ebenfalls.