Hausmittel · Erkältung, Nase & Fieber
Kein Hausmittel hier ersetzt eine Behandlung, und keines wird schlechtgeredet. Was seit Generationen guttut, tut gut — auch wenn niemand es je gemessen hat. Wo etwas gut untersucht ist, steht es da. Wo es nur Erfahrung ist, steht auch das.
Eine halbe Zitrone auspressen, das Wasser aufkochen und auf etwa sechzig Grad abkühlen lassen — es soll trinkbar warm sein, nicht dampfend. Dann erst den Saft dazugeben. Wer mag, ein Löffel Honig, ebenfalls erst bei Trinktemperatur.
Der Stoff ist Vitamin C, und die Reihenfolge entscheidet, wie viel davon übrig bleibt: Vitamin C zerfällt mit Hitze und Sauerstoff, deutlich schneller oberhalb von etwa sechzig Grad. In kochendes Wasser gepresst, bleibt ein Teil auf der Strecke. Eine halbe Zitrone liefert rund fünfzehn bis zwanzig Milligramm — ein Fünftel dessen, was am Tag empfohlen wird, nicht mehr. Der grössere Teil der Wohltat kommt vom warmen Getränk selbst: Es befeuchtet den Hals und man trinkt bei einem Infekt mehr.
Vitamin C verhindert keine Erkältung. In den Zusammenfassungen vieler Studien verkürzt eine regelmässige tägliche Zufuhr den Verlauf um etwa einen halben Tag — angefangen erst beim Schnupfen, ändert es nichts. Und die Säure greift den Zahnschmelz an: nach dem Trinken mit Wasser nachspülen und eine halbe Stunde warten, bevor die Zahnbürste kommt.
Fieber über drei Tage, Atemnot, Schmerzen beim Atmen oder ein Infekt, der nach einer Besserung wieder schlechter wird.
Ärztlich abklären: Fieber über drei Tage ohne Besserung oder erneut ansteigend, Atemnot, Schmerzen beim Atmen, Verwirrtheit. Bei Säuglingen unter drei Monaten gilt jedes Fieber als Grund. Nasenbluten, das nach zwanzig Minuten richtigem Druck nicht steht, ebenfalls.