Hausmittel · Magen, Darm & Übelkeit

🥤 Trinkmenge und Zitronenwasser bei Nierensteinen

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Kein Hausmittel hier ersetzt eine Behandlung, und keines wird schlechtgeredet. Was seit Generationen guttut, tut gut — auch wenn niemand es je gemessen hat. Wo etwas gut untersucht ist, steht es da. Wo es nur Erfahrung ist, steht auch das.

Was man tut

So viel trinken, dass am Tag mindestens zwei bis zweieinhalb Liter Urin zusammenkommen — das sind meist gut zweieinhalb bis drei Liter Getränke, über den Tag verteilt und auch am Abend. Dazu der Saft von zwei bis vier Zitronen täglich, in Wasser verdünnt und über den Tag verteilt. Der Urin soll hell sein; die Farbe ist das Mass, nicht der Durst.

Warum es plausibel ist

Der Stoff heisst Citrat. Er bindet Kalzium im Urin, bevor es sich mit Oxalat verbinden kann, und er lagert sich an wachsende Kristalle an und bremst sie — deshalb ist ein niedriges Citrat im Urin einer der häufigsten Befunde bei Steinbildnern. Zitronen sind unter den Früchten die mit dem meisten Citrat. Der zweite Teil ist die Verdünnung: Je mehr Wasser durch die Niere geht, desto weniger konzentriert sind die Stoffe, aus denen ein Stein wächst. Von beidem ist die Trinkmenge das, was in Studien am deutlichsten weniger neue Steine zeigt.

Was es nicht kann

Es löst keinen vorhandenen Stein auf und hilft nicht in der Kolik — dort ist Trinken sogar unangenehm. Es geht um die Zeit danach: darum, dass der nächste nicht kommt. Und es hängt an der Steinart: Bei Kalziumoxalatsteinen ist Citrat sinnvoll, bei anderen Arten gilt anderes, deshalb lohnt sich die Steinanalyse. Die Säure greift den Zahnschmelz an — verdünnt trinken, danach mit Wasser spülen. Bei Nieren- oder Herzschwäche wird die Trinkmenge nicht frei gewählt, sondern besprochen.

Wann man es besser lässt

Eine Kolik mit Übelkeit, Fieber oder Schüttelfrost gehört sofort angesehen — Fieber mit einem Stein ist ein Notfall. Ebenso Blut im Urin, das neu ist, und ein Schmerz, der in die Leiste zieht und nicht nachlässt.

Wann es nicht mehr Hausmittel ist

Wann es nicht mehr Hausmittel ist

Nicht selbst behandeln: starke, zunehmende oder plötzlich einsetzende Bauchschmerzen, harte Bauchdecke, Blut im Stuhl oder schwarzer Stuhl, Erbrechen von Blut. Bei Durchfall zählt der Flüssigkeitsverlust — trockene Zunge, wenig Urin, Benommenheit. Bei Kindern und alten Menschen geht das schneller.