Hausmittel · Mund, Zähne, Augen & Füsse
Kein Hausmittel hier ersetzt eine Behandlung, und keines wird schlechtgeredet. Was seit Generationen guttut, tut gut — auch wenn niemand es je gemessen hat. Wo etwas gut untersucht ist, steht es da. Wo es nur Erfahrung ist, steht auch das.
Gewürznelken fein mahlen, in Olivenöl geben und auf etwa 60 Grad erwärmen — nicht kochen. Vom Herd nehmen, gut schütteln und auf Hauttemperatur abkühlen lassen. Auf den Nagel und den Nagelrand auftragen, nach dreissig Minuten abwaschen. Morgens und abends.
Der Wirkstoff der Gewürznelke heisst Eugenol. Dass er Fadenpilze hemmt — dieselben, die den Nagel befallen —, ist im Reagenzglas gut belegt. Eugenol löst sich in Öl viel besser als in Wasser, und Wärme beschleunigt das Ausziehen; darum Öl und darum warm. Was fehlt, ist eine Untersuchung am Menschen mit genau dieser Zubereitung. Was dafür spricht, sind Erfahrungsberichte.
Der Nagel muss herauswachsen — ein Fingernagel ist in vier bis sechs Monaten ersetzt, ein Zehennagel braucht neun bis achtzehn. Vorher ist nichts zu beurteilen, und der alte Teil wird nicht wieder klar. Auf einer verdickten Platte kommt wenig durch: kurz halten und die Oberfläche vorher dünn feilen bringt mehr als mehr Öl. Nelkenöl kann Haut und Schleimhaut reizen; auf offene Stellen gehört es nicht, und sechzig Grad verbrennen — erst abkühlen lassen.
Einmal abklären lassen, ob es überhaupt ein Pilz ist: Ein beträchtlicher Teil der veränderten Nägel ist keiner, sondern Schuppenflechte, eine alte Verletzung oder ein Ekzem — dagegen richtet Öl nichts aus. Bei Zuckerkrankheit oder Durchblutungsstörung, bei Schmerz, Rötung oder Eiter am Nagelwall und wenn mehrere Nägel gleichzeitig betroffen sind, gehört es angesehen.
Zum Arzt oder Zahnarzt: Schwellung im Gesicht mit Fieber, Zahnschmerz mit Mühe beim Öffnen des Mundes, ein ausgeschlagener Zahn — das ist ein Notfall mit engem Zeitfenster. Am Auge: plötzliche Sehverschlechterung, starke Schmerzen, Lichtblitze. Wunde Stellen im Mund, die über drei Wochen bleiben.