Hausmittel · Kinder & Säuglinge

🪮 Kopfläuse: nass auskämmen

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Kein Hausmittel hier ersetzt eine Behandlung, und keines wird schlechtgeredet. Was seit Generationen guttut, tut gut — auch wenn niemand es je gemessen hat. Wo etwas gut untersucht ist, steht es da. Wo es nur Erfahrung ist, steht auch das.

Was man tut

Haare nass machen und mit reichlich Spülung durchkämmen, Strähne für Strähne mit einem Nissenkamm, Kamm nach jedem Zug abwischen. Alle vier Tage wiederholen, zwei Wochen lang.

Warum es plausibel ist

Die Spülung macht die Läuse für einen Moment bewegungsunfähig, der enge Kamm holt sie heraus. Der Rhythmus von vier Tagen erwischt die frisch geschlüpften, bevor sie Eier legen.

Was es nicht kann

Ein einzelner Durchgang reicht nie. Und Nissen, die weiter als einen Zentimeter von der Kopfhaut entfernt sind, sind meist leere Hüllen.

Wann man es besser lässt

Kein Haushaltsmittel wie Mayonnaise, Öl oder Essig unter einer Plastikhaube über Nacht — das ist gefährlich und nicht wirksamer.

Wann es nicht mehr Hausmittel ist

Wann es nicht mehr Hausmittel ist

Sofort: jedes Fieber bei Säuglingen unter drei Monaten, ein Kind, das apathisch ist oder nicht mehr trinkt, Hautblutungen, die sich nicht wegdrücken lassen, Atemnot oder eingezogene Rippen. Ein erster Krampfanfall gehört immer angeschaut. Trinkverweigerung über Stunden zählt mehr als die Temperatur.