Hausmittel · Kinder & Säuglinge

🥔 Kartoffelwickel

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Kein Hausmittel hier ersetzt eine Behandlung, und keines wird schlechtgeredet. Was seit Generationen guttut, tut gut — auch wenn niemand es je gemessen hat. Wo etwas gut untersucht ist, steht es da. Wo es nur Erfahrung ist, steht auch das.

Was man tut

Gekochte Kartoffeln zerdrücken, in ein Tuch geben, auf der Innenseite des Unterarms prüfen, ob die Temperatur erträglich ist, dann auflegen.

Warum es plausibel ist

Kartoffeln halten Wärme sehr lange — das ist der ganze Trick. Für Hals und Brust wird der Wickel seit Generationen so gebraucht.

Was es nicht kann

Die Wärme wirkt, nicht die Kartoffel. Ein Kirschkernkissen tut dasselbe mit weniger Aufwand.

Wann man es besser lässt

Genau hier passieren Verbrühungen bei Kindern. Immer erst am eigenen Unterarm prüfen, immer ein Tuch dazwischen, nie im Schlaf auflegen und nie unbeaufsichtigt lassen.

Wann es nicht mehr Hausmittel ist

Wann es nicht mehr Hausmittel ist

Sofort: jedes Fieber bei Säuglingen unter drei Monaten, ein Kind, das apathisch ist oder nicht mehr trinkt, Hautblutungen, die sich nicht wegdrücken lassen, Atemnot oder eingezogene Rippen. Ein erster Krampfanfall gehört immer angeschaut. Trinkverweigerung über Stunden zählt mehr als die Temperatur.