Hausmittel · Mund, Zähne, Augen & Füsse
Kein Hausmittel hier ersetzt eine Behandlung, und keines wird schlechtgeredet. Was seit Generationen guttut, tut gut — auch wenn niemand es je gemessen hat. Wo etwas gut untersucht ist, steht es da. Wo es nur Erfahrung ist, steht auch das.
Den Fuss zehn Minuten in handwarmem Wasser baden, danach die harte Stelle mit Bimsstein oder Feile vorsichtig dünner reiben — nur so weit, wie es nicht schmerzt. Eincremen. Und das Entscheidende: einen Filzring um die Stelle legen und den Schuh anschauen, der dort drückt.
Ein Hühnerauge ist keine Krankheit, sondern die Antwort der Haut auf Druck an immer derselben Stelle: sie verhornt nach innen, und der Kern drückt auf das Gewebe darunter — daher der Schmerz beim Auftreten. Deshalb ist das Wegnehmen des Drucks der Teil, der wirklich etwas ändert. Abtragen allein lässt es nachwachsen, solange der Schuh derselbe bleibt.
Es dauert Wochen, nicht Tage. Nicht schneiden, keine Klinge, keine scharfen Werkzeuge — die Wunde ist schlimmer als das Hühnerauge. Salicylpflaster weichen die Hornhaut auf und reizen dabei die gesunde Haut ringsum. Und: Was hart ist und nicht weggeht, ist nicht immer ein Hühnerauge. Eine Dornwarze sieht ähnlich aus, trägt schwarze Pünktchen und schmerzt beim seitlichen Zusammendrücken, nicht beim Auftreten.
Bei Zuckerkrankheit oder Durchblutungsstörung gehört das nicht in eigene Hände — dort wird jede Hornhaut in der Fusspflege oder in der Praxis abgetragen. Ebenso bei Rötung, Wärme, Eiter oder wenn die Stelle taub ist.
Zum Arzt oder Zahnarzt: Schwellung im Gesicht mit Fieber, Zahnschmerz mit Mühe beim Öffnen des Mundes, ein ausgeschlagener Zahn — das ist ein Notfall mit engem Zeitfenster. Am Auge: plötzliche Sehverschlechterung, starke Schmerzen, Lichtblitze. Wunde Stellen im Mund, die über drei Wochen bleiben.