Hausmittel · Haut, Wunden & Stiche

🦶 Rissige Fersen: Salzbad, Öl, Socken

DE FR EN
Im Werkzeug öffnen — mit Suche und allen Mitteln →

Kein Hausmittel hier ersetzt eine Behandlung, und keines wird schlechtgeredet. Was seit Generationen guttut, tut gut — auch wenn niemand es je gemessen hat. Wo etwas gut untersucht ist, steht es da. Wo es nur Erfahrung ist, steht auch das.

Was man tut

Die Füsse zehn Minuten in handwarmem Wasser mit zwei Esslöffeln Salz baden. Abtrocknen, die weiche Hornhaut mit einem Bimsstein oder einer Feile in eine Richtung abtragen — nicht schneiden. Dann eine fetthaltige Creme oder reines Öl dick auftragen und Baumwollsocken darüber ziehen, über Nacht. Anfangs jeden Abend, später zwei- bis dreimal in der Woche.

Warum es plausibel ist

Ein Riss entsteht nicht, weil die Hornhaut zu dick ist, sondern weil sie zu trocken ist: Trockene Hornschicht verliert ihre Dehnbarkeit, und beim Auftreten reisst sie am Rand der Ferse ein, wo die Belastung am grössten ist. Das Bad weicht die Schicht auf, sodass sie sich abtragen lässt — das Salz beschleunigt nur wenig, es hält vor allem das Wasser angenehm. Entscheidend ist der letzte Schritt: Fett auf feuchter Haut und ein Socken darüber wirken als Verschluss, unter dem das Wasser nicht verdunstet. Genau diese Okklusion bringt Feuchtigkeit in die Hornschicht zurück; die Creme allein, ohne Socken, verdunstet zum Teil einfach.

Was es nicht kann

Nicht schneiden und keine Hobel verwenden — was zu tief abgetragen wird, wächst dicker nach, und eine Schnittwunde am Fuss ist heikler als ein Riss. Die Hornhaut nicht ganz entfernen: Sie ist die Antwort des Körpers auf Druck, und ohne sie tut das Auftreten weh. Wer täglich nachfeilt, hält den Kreislauf in Gang.

Wann man es besser lässt

Immer bei Zuckerkrankheit oder einer Durchblutungsstörung — dort gehört die Fusspflege in geübte Hände, und ein Riss kann zur Eintrittspforte werden. Ausserdem bei Rötung, Wärme, Eiter, bei tiefen Rissen, die bluten, und wenn die Haut trotz Pflege über Wochen so bleibt.

Wann es nicht mehr Hausmittel ist

Wann es nicht mehr Hausmittel ist

Zum Arzt: Wunden, die klaffen, stark bluten oder tief sind, Bisswunden, Verbrennungen grösser als die eigene Handfläche oder mit Blasen im Gesicht und an Gelenken. Ebenso eine Rötung, die sich rasch ausbreitet, besonders mit Fieber. Und jedes Muttermal, das sich verändert.